Wer steht Ihnen am meisten im Weg? Da fällt doch bestimmt jedem einer ein – ob es nun der Nachbar ist, der immer noch den Wintergartenanbau blockiert oder der Kollege, der sich dauernd querstellt oder der Autofahrer vor einem, der sich als rollendes Verkehrshindernis erweist. Wer ist es für Sie?

Für die meisten Menschen – und da spreche ich aus tausendfacher Erfahrung – sind es all diese Personen nicht, die Ihnen vielleicht einfallen. Nein, es sind Sie selbst!

Die höchsten Barrikaden bauen Sie selbst

So war es auch bei dieser jungen Frau, die ich neulich in Köln am Bahnhof traf. Sie schnorrte mich um Zigaretten und Geld an. Ich gebe so einfach ohne Begründung nichts raus und wir kamen ins Gespräch. Ich fragte sie ganz direkt, warum sie nicht arbeite, und durch ihre vagen Antworten wurde mit der Zeit klar, dass sie sich kaum beworben hatte. Sie hatte gar nicht richtig versucht, einen Job zu finden.

Auf meine Frage, was denn ihr Traum sei, antwortete sie dann jedoch ganz klar: „Ich will ins Ausland gehen.“ Aber auch hier schien sie nur Probleme zu sehen. Ihr fehle das Geld für ein Flugticket, sie könne sich nicht mal neue Kleidung leisten.

Objektiv gesehen sind das keine Hindernisse. Vor solchen Problemen haben schon viele gestanden und eine Lösung gefunden. Sie könnte zum Beispiel auf einem Schiff anheuern oder trampen.

Für sie war der Geldmangel also eine Ausrede, die Erfüllung ihres Traums gar nicht erst anzupacken. Schade!

Den Himmel an die Wand gemalt

Die Welt ist voller Möglichkeiten und doch verhindern so viele Menschen, genau wie diese junge Frau, ihre eigenen Träume und Ziele. Ihr Denken geht über die selbst aufgestellten Barrikaden einfach nicht hinaus. Wie können Sie die selbstgestellte Traumfalle umgehen?

Es hilft ungemein, wenn Sie sich Ihren Traum oder Ihr Ziel groß und bunt ausmalen: Schreiben Sie es auf. Bauen Sie es aus. Fügen Sie immer neue Details hinzu. Planen Sie zum Beispiel die Stationen auf der Traumreise oder richten Sie in Ihrer Fantasie schon die Zimmer Ihres eigenen Hauses ein. Machen Sie sich ein konkretes Bild von Ihrem Ziel. Malen Sie es sich doch an die Wand! Erträumen Sie sich Ihr persönliches Himmelreich!

Überlegen Sie sich dann konkret, was Sie dazu brauchen, um das Ziel zu erreichen. Was ist der nächste Schritt? Nur, wenn Sie sich fragen, was Sie brauchen, um Ihr Ziel zu erreichen, sind Sie bereit, die nächsten Schritte zu gehen und Ihren Traum Wirklichkeit werden lassen. Und vor allem wird die Umsetzung erst dann konkret und realistisch geplant. Dieses Vorgehen zeigt Ihnen eins: Ihr Ziel zu erreichen, ist harte Arbeit. Dazu braucht es zunächst Fleiß, Einsatz, Ausdauer und Resilienz. Sie können nicht einfach einzelne Treppen überspringen, sonst verlieren Sie das Gleichgewicht und werden auf die erste Stufe zurückgeworfen, die Sie erklimmen wollten. Kleine Schritte haben auf Dauer große Wirkung.

Träume haben keine Deadline

Wenn Ihnen Ihr Ziel dann richtig klar ist, dürfen Sie nur einen Fehler nicht machen: Geben Sie Ihren Träumen niemals eine Deadline. Träume und Ziele sind zeitlos. Eine Terminbindung ist da kontraproduktiv. Sonst plagt Sie schnell die Sorge, ob Sie es wohl rechtzeitig schaffen werden, und das führt nur zu Frustration und Unmut. Und noch schlimmer ist, dass Sie jeden Tag unzufrieden sind, weil Sie den Blick nur darauf richten, was noch fehlt.

Nutzen Sie lieber den Anfangsimpuls. Überwinden Sie den Anfangswiderstand und machen Sie den ersten Schritt, dann läuft es. Dann sind Sie auf dem Weg. Und dann bleiben Sie dran – und wenn Sie nur einen kleinen Schritt pro Tag machen. Hauptsache, Sie haben etwas für Ihren großen Traum getan.

Ich bin mir sicher, dass Sie das schaffen. Irgendwann schauen Sie auf Ihr Leben und stellen fest, dass Sie es komplett verändert haben und in Ihren persönlichen Traumhimmel blicken. Es gibt keine schönere Aussicht als diese!

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