Nizza, München, Würzburg, Ansbach … Terror und Amokläufe sind allgegenwärtig – auch im sonst so sicheren Deutschland. Ich finde diese Geschehnisse total entsetzlich und sie machen auch mir Angst.

Es ist schlimm zu sehen, wie die Menschen in Schockstarre verfallen und die Tränen der Verzweiflung die Betroffenen lähmen. Bei solchen und auch anderen schweren Schicksalsschlägen schwindet bei vielen Menschen das Vertrauen ins Leben.

Das kann ich total verstehen. Doch Sie können auch wieder Hoffnung schöpfen und sich das Leben zurückerobern.

Angst verbreitet sich in Deutschland

Es ist eine ganz neue Form des Krieges, denn er ist so unberechenbar. Keiner weiß, wo der nächste Anschlag stattfindet, wo ein weiterer „Verrückter“ auftaucht und Menschen ins Unglück stürzt. Es gibt keine Sicherheit mehr – eine Erkenntnis, die uns Deutsche besonders schwer trifft.

Die Ungewissheit schränkt die hohe Lebensqualität in Deutschland ein. Ganz unbeschwert zu machen, was wir wollen, ist derzeit schwierig. Über jeder Großveranstaltung schwebt die Gefahr, es könne Entsetzliches passieren. Meine Frau besucht jedes Jahr das Oktoberfest. Immer stapfte sie fröhlich Richtung Wiesn, in diesem Jahr wird sie jedoch ein komisches Gefühl begleiten. Jung oder alt, reich oder arm – es kann jeden treffen, die Angst vereint uns alle.

Gefühle aushalten lernen

Akte des Terrors mitzuverfolgen oder gar zu den Betroffenen zu gehören, ist grauenhaft. Dann kommt unweigerlich die Frage auf: „Warum gerade ich?“ Doch so oft Menschen sich diese Frage auch stellen, es wird keine Antwort geben – auch nicht, wenn ein Angehöriger verstirbt, jemand durch einen Unfall eine Querschnittslähmung oder sonst ein schreckliches Schicksal erleidet.

Dieses schlimme Ereignis wird für immer schlimm und sinnlos bleiben. Die Trauer und die Hoffnungslosigkeit sind da, kein Argument der Welt kann diese Empfindungen zum Verschwinden bringen. Genauso wie die Angst. Auch die verschwindet nicht einfach durch rationales Denken. Vielmehr braucht es hier Zeit, um zu lernen, diese Gefühle auszuhalten, und den Willen, das Leben wieder in den Fokus zu rücken und Hoffnung zu schöpfen.

Dem Leben wieder vertrauen

Positiven Schwung bekommen Sie erst, wenn Sie Ihren Schmerz akzeptieren, Ihr Schicksal annehmen. Wehren Sie sich nicht dagegen, sondern versuchen Sie Ihre Haltung dahingehend zu verändern, dass Sie diese negativen Gefühle normal und völlig in Ordnung finden. Aber erst dann, wenn Sie dafür bereit sind.

Denn dann ist Ihr Blick frei für die Dinge um Sie herum, die Ihnen Kraft schenken. Für die Menschen, die Ihnen Gutes tun wollen, die mitfühlen und Ihnen viel Liebe schenken. Für neue positive Erfahrungen und die Dinge im Leben, die Sie vor dem Schicksalsschlag als so wohltuend empfunden haben.

Je nach Naturell und Typ dauert es vielleicht auch länger, bis Sie an den Punkt kommen, an dem Sie denken: „Das ist wirklich gut am Leben, da finde ich Freude.“ Vertreiben Sie die Schatten und lernen Sie, dem Leben wieder zu vertrauen. Nur so können Sie wieder mehr Lebensqualität zurückzugewinnen.

Warum das Schicksal zuschlägt, darauf gibt es oft keine Antwort. Aber wofür sich Ihr Leben lohnt, dafür können Sie Gründe finden. Denn für die Chance, dass in Ihrem Leben alles gut wird, sorgen Sie.

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