„Lieber Stefan, ich möchte Freude nachbestellen. Meine Adresse kennst du ja, bitte fünfmal. Die Freudentaler sollen ein Geschenk sein. Ich denke, aktuell können wir alle etwas mehr Freude brauchen.“
Die Idee zu den Freudentalern hatte ich vor einigen Jahren. Freudentaler gibt es in unterschiedlichen Formen. Sie gibt es zum Beispiel als haptische Prägung, die du wie eine Münze in die Hand nehmen kannst. Diese Freude hat ihr ganz eigenes Gewicht. Du kannst dir also Freude in die Tasche stecken. „Freude to go“ gewissermaßen. Ein schönes Geschenk. Denn es ist doch die schönste Freude des Lebens, anderen eine Freude zu machen. Und zudem ist geteilte Freude doppelte Freude.
Wobei ich dir gerne eines verraten möchte: Diese Freude, die ich im Blick habe, die ist mehr als ein kurzer Glücksmoment. Sie ist mehr als nur ein Gefühl …
Mit Freude dem Leben eine Bühne bereiten
So viele Vorträge und Moderationen ich auch schon gemacht habe und so sehr ich mittlerweile auf der Bühne ein Profi bin, ich bin dennoch immer noch leicht nervös, kurz bevor es losgeht. Aber eines weiß ich genau und habe es unzählige Male bestätigt bekommen: Wenn ich in den letzten Sekunden, bevor ich auf die Bühne gehe, an Freude denke, dann passiert etwas Wunderbares.
Ich freue mich über drei Dinge. Ich freue mich, dass ich hier bin und gesund bin. Ich freue mich, dass die Menschen alle hier sind, und ich freue mich über die Inhalte, über die ich gleich sprechen darf.
Und wenn ich Freude denke, dann weiß ich, dass es gut wird.
Dieses mich auf einen Auftritt vorbereitende Ritual ist gewissermaßen mein eigener, innerer Freudentaler. Und das Ritual wirkt, weil es zum einen reicht, wenn wir „Freude denken“, um Freude zu empfinden (welcher spannende Mechanismus dabei wirkt, das habe ich dir in diesem Blog erzählt [LINK https://www.stefanreutter.de/leicht-lebt-sichs-besser/]). Und weil es zum anderen und vor allem – unsere eigene Haltung beeinflusst: Wenn du Dinge mit Freude tust, dann entsteht dabei eine gewisse Leichtigkeit. Es fällt dir nicht mehr schwer, zu tun, was du tust, und das wiederum macht den Menschen in deinem Umfeld und auch dir Freude. Noch mehr Freude. Bist du entspannt, ist dein Publikum entspannt.
So verstehe ich den Gedanken, der mich schon mein ganzes Leben begleitet: „Entwicklung macht Freude“. Wo Freude ist, entwickeln wir uns mit mehr Leichtigkeit. Und mehr Leichtigkeit macht Freude. Ergo: Entwicklung macht Freude. Wenn wir morgen etwas besser können als gestern, wenn wir etwas dazugelernt haben, dann ist das toll. Dann haben wir uns entwickelt. Das macht Freude.
Freude – eine ruhige, tragende Kraft
Natürlich müssen wir auch Dinge tun, die uns keine Freude bereiten. Es kann nicht immer alles Freude machen. Aber wenn du das große Ganze deines Lebens betrachtest, deine ganz persönlichen Ziele und Aufgaben, die du dir in deinem Leben stellst, dann ist es die Freude, die du mit diesem Ganzen verbindest, die dein Leben und alle deine Aufgaben zu einem Erfolg macht. Denn diese Freude ist der emotionale Motor von Wachstum und Entwicklung. Weswegen mir in meiner Arbeit mit Menschen, sei es von der Bühne aus oder im Training mit größeren Gruppen oder im Einzelcoaching mit ambitionierten Menschen, die Freude so wichtig ist: weil mir eben diese Arbeit so viel Freude macht. Weil ich weiß, dass Freude ein hervorragender Leistungsverstärker ist. Weil ich weiß, dass Freude gerade bei ambitionierten Menschen ein total unterschätzter Aspekt ist (dazu im nächsten Blog mehr). Hier nur so viel: Freude wirkt und Freude bewirkt, dass du wirksamer bist.
Freude ist eben mehr als ein kurzes Stimmungshoch. Sie ist eine ruhige Kraft, die uns durchs Leben trägt. Freude ist ein innerer Zustand von lebendiger Zustimmung zum Leben. Sie ist die entscheidende Triebfeder für alles, was wir im Leben machen.
Freude wirkt nach innen und nach außen zugleich: Nach innen stärkt sie deine Energie, Klarheit und Entwicklung. Nach außen verbessert sie deine Begegnungen, Zusammenarbeit und Ergebnisse.
Sie entsteht, wenn wir Sinn, Verbundenheit oder Stimmigkeit erleben – mit uns selbst, mit anderen oder mit dem, was wir tun. Sie entsteht, wenn wir sie aktiv angehen: Freude leben, Freude erleben lassen, Freude denken.
PS: Schreibe mir gerne eine Mail, wenn du gerne einen physischen Freudentaler hättest, mit dem du die Freude immer in der Tasche hast, der dich zum Beispiel vor einem Meeting, einem Gespräch, einem Vortrag daran erinnert, dein Leben und Arbeiten mit Freude anzugehen. (info@reutter-seminare.de).
