Die unbequeme Wahrheit

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Meinung, Politik, Buchtipp, Buch, Lektüre, Streit, Diskussion, Liebe, Beziehung, Menschen, Persönlichkeit

„Ehrliche Meinung, wie sehe ich in dieser Hose aus? Ich glaube, die ist viel zu eng.“ – „Du siehst phänomenal aus, Schatz!“

„Die Präsentation habe ich heute aber wirklich in den Sand gesetzt …“ – „Ach quatsch, sooo schlimm war es gar nicht.“

„Schön dich getroffen zu haben, dieses Mal melde ich mich bei dir, versprochen!“ – „Darüber würde ich mich echt freuen.“

Offenes Ansprechen, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und eine starke Meinung sind zur absoluten Rarität in unserer Gesellschaft geworden.

Wie soll ein Mensch da noch einem anderen trauen, wenn sich scheinbar alle nur noch falsch ins Gesicht lügen?

Achtung, akuter Anfall von Selbstunterdrückung!

Vor allem in der Politik ist das mit der offenen Meinung ja so eine Sache … Egal, wen ich da in den Reihen des Bundestags anschaue – ob CDU, SPD, Grüne und wie die ganzen anderen Konsorten heißen –, was ich garantiert nicht sehe, sind Menschen, die jederzeit die Wahrheit sprechen. Was kann ich da denn überhaupt noch glauben? Welche Argumente kaufe ich einem Politiker ab? Wie kann ich zwischen Wahrheit und Lüge, Aufrichtigkeit und Verlogenheit, Dreistigkeit und Vernunft überhaupt noch unterscheiden?

Für viele unserer Gesellschaft scheinbar ganz einfach: Indem sie sich der Mehrheitsmeinung anschließen – obwohl sie insgeheim anders denken. Doch durch diese Anpassung entsteht lediglich eine Kultur der Isolation. Der Egolution. Die eigenen Gedanken nicht mehr aussprechen, kein Gegenargument mehr ausdrücken und alles in sich reinfressen. Das Ergebnis ist schnell klar: die vollkommene Selbstunterdrückung.

Unzufriedenes Gesicht – keine offene Meinung

Und das sieht man diesen Menschen übrigens auch an: Stirn runzeln, Zähne zusammenbeißen, Mundwinkel à la Mutti Angela Merkel Richtung Erdboden. Das passiert ganz unbewusst, ein Reflex der Anspannung und Unzufriedenheit eben. Hinnehmen? Für mich keine Option.

Denn in solch einer Welt möchte ich einfach nicht leben. Ich spreche offen meine Meinung aus. Nicht nur, weil ich ansonsten aufgrund meiner unterdrückten Meinung explodieren würde. Sondern auch, weil ich der festen Überzeugung bin, dass ich nur mit einer direkten Meinungsäußerung Dinge in der Welt anstoßen und diskutieren kann.

Springen Sie auf den Zug auf

Wenn das auch Ihr Wunsch ist und Sie endlich aus dieser Scheingesellschaft aussteigen möchten, dann vergessen Sie diese ganze sagenumwobene Political Correctness. Leben Sie doch lieber endlich die Political Directness. Denn das schafft echten Frieden unter uns in der Gesellschaft. Schluss also mit dem Scheinfrieden. Wie das funktionieren soll? Nun ja, wenn wir besser streiten lernen. Wie das geht, erfahren Sie demnächst in meinem neuen Buch „Wer Frieden will, muss streiten können. Eine Aufforderung zur Political Directness“.

Retten wir gemeinsam die Ehre des Streits. Befreien wir ihn von seinem schlechten Image, stauben wir ihn ab von dem Geschrei, den Beleidigungen und den persönlichen Angriffen.

Tun wir der Demokratie doch den Gefallen, die Auseinandersetzung wieder in unsere Mitte zu holen. Sind Sie dabei?

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