Inspiration braucht keinen Flieger

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Inspiration, Fleiß, Ordnung, Alltag, Reisen, Stefan Reutter

Ausgebuchte Flüge, Staus auf den Autobahnen, überfüllte Züge – ja so hat sich das Bild der letzten Wochen gestaltet. Da planten die Leute weit im Voraus, wo es hingehen sollte, welche Städte sie besichtigen und welche Aktivitäten sie unbedingt ausprobieren mussten. Denn je weiter weg, je länger der Urlaub dauerte, je mehr sie vom Land sahen, desto mehr Inspiration meinten sie zu tanken und desto erholter kämen sie zurück.

Diese Suche nach Inspiration steckt für die meisten Menschen hinter ihren Urlauben. Aber für Inspiration müssen Sie nicht tausende von Kilometern zurücklegen, diese finden Sie auch ganz wo anders.

Raus aus dem Alltag

Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Denn diese Einstellung: Bloß raus, bloß weg, bloß ausbrechen aus dem tristen und grauen Alltag, wo alles bereits bekannt ist und nichts Neues mehr passiert, ist doch hartnäckig in den Köpfen der Urlaubswütigen verankert. Sie brauchen Inspiration – und diese holen sie sich, wie könnte es anders sein, ausschließlich im Urlaub. Denn der Urlaub ist ja DIE Gelegenheit dafür, neue Eindrücke zu sammeln, den Horizont zu erweitern, abzuschalten, runterzukommen und einfach nur zu entspannen.

Genau diese Grundeinstellung vertrete ich nicht.

Wenn sich alle auf Reisen begeben, bleibe ich liebend gern zu Hause. Das stellt für mich überhaupt kein Problem dar, denn die Inspiration, die manch einer verbissen im Urlaub sucht, finde ich in meinem Alltag – sei es bei mir zu Hause auf dem Sofa mit einem guten Buch, im Garten oder in der Natur. Um Inspiration zu finden, muss ich nicht in den Urlaub fahren.

Den Koffer auspacken

An diesem Punkt werden mir sicherlich einige von Ihnen widersprechen. Denn in den meisten Köpfen geht Entspannung mit Urlaub einher, zu Hause zu bleiben ist demnach keine Option. Da wird man doch nur weiterhin von allen Seiten genervt. Jeden Abend steht etwas an, nicht nur die Familie will etwas unternehmen, sondern auch die Freunde klopfen an die Tür. Da kommt ja niemand zur Ruhe, geschweige denn zur Entspannung! Da bleiben die Inspiration und neue Eindrücke ja komplett auf der Strecke.

Diese Gedanken und Zweifel kann ich nur zu gut nachvollziehen und verstehen, jedoch muss ich Ihnen widersprechen.

Natürlich finde ich auch Inspiration auf meinen Reisen als Speaker und Coach oder wenn ich in fremde Länder und andere Kulturen reise. Aber genau weil ich so viel unterwegs bin, ist es für mich auch reizvoll nach Hause zu kommen, alles wieder aus dem Koffer in den Schrank zu räumen und meinen Urlaub in meinen vier Wänden und in der nahen Umgebung zu verbringen. Denn ich brauche die Zeit, die Inspiration von unterwegs zu verarbeiten, um sie für mich auch wirklich aufzunehmen.

Inspiration ist hausgemacht

Bin ich zu Hause, brauche ich zur Inspiration keine wahnsinnig pompösen Ereignisse. Viel wertvollere Quellen der Inspiration sind für mich gute Gespräche, Zeit zum Nachdenken und um kreativ zu werden.

Ich finde, wir leben hier in einer unfassbar schönen Gegend. Inspiration an jeder Ecke – und dafür müssen Sie nicht 10 Stunden im Flieger sitzen.

Und genau deswegen verbringe ich persönlich meinen Urlaub gerne zu Hause. Hier komme ich zur Ruhe und kann die gesammelte Inspiration wirken lassen. Denn was bringt mir die schönste Reise, wenn ich keine Zeit habe, die gesammelten Eindrücke Revue passieren zu lassen?

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Lieber Stefan,

es gibt tatsächlich noch Menschen, die eben keine Fernreise benötigen, um abzuschalten! Auch ich bevorzuge ein Urlaub zuhause, spazierengehn im Wald oder um einen See oder einfach nix tun bzw. lesen auf dem Balkon.

Nur 1x im Jahr muss ich mit meinem Mann weiter weg, zum wandern ins Allgäu, Karwendelgebirge oder sogar nach Österreich, es liegt so herrlich nah!

Die Zeiten mit dem fliegen sind fast 20 Jahre her, unser weitestes Ziel war Kreta. Jeder wie er will, aber bitte dürfen sich die Menschen über den ökologischen Fußabdruck und die verstopften Straßen und Flughäfen nicht darüber aufregen, da sie ja mitverantwortlich dafür sind

Ich freue mich schon auf dein neues Buch, noch arbeitest du ja dran, gell? Herzliche Grüße, Deine Susanne

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