Kreativ führen Sie besser!

Eigenverantwortung, Risiko, Sicherheit
Stefan Reutter Club 55

Die Digitalisierungswelle rollt, die Komplexität steigt, die Schnelllebigkeit nimmt immer noch weiter zu – und mit ihr die Unsicherheit, mit der wir alle zurecht kommen müssen. Ich finde das toll!

Ich meine das nicht zynisch, sondern ganz im Ernst. Ich glaube, dass diese Zeit richtig geile Chancen bietet, auch und gerade für Führungskräfte: Sie sind mehr denn je als Gestalter statt als Verwalter gefragt. Und gerade die Orientierungslosigkeit, die mit der Unsicherheit Einzug gehalten hat, bietet die optimale Voraussetzung dafür.

Nichts gilt mehr

Klar hätten Sie als Führungskraft lieber die Sicherheit, dass die Entscheidung, die Sie gerade treffen, richtig ist. Die haben Sie aber nicht mehr, denn an was sollten Sie sich orientieren? Die Erfahrungswerte von früher zählen nicht mehr. Auch Ihre Konkurrenz, die Manager anderer Branchen oder die allwissenden Management-Gurus stochern im Nebel. Und selbst wenn etwas heute funktioniert: Ob das morgen noch so gilt? Keiner weiß es!

Ein Teil der Führungskräfte fühlt sich angesichts dieser Unsicherheit hilflos und reagiert sehr menschlich darauf: Sie greifen auf alte Führungs- und Entscheidungsmuster zurück. Die haben sich ja mal bewährt, auch wenn das schon Jahre her ist. Dabei glaubt keiner mehr im Ernst, dass er Erfolg haben kann, wenn er heute wieder agiert wie vor zehn oder zwanzig Jahren. Es ist die reine Verzweiflung, die ihn treibt.

Für die allerdings, die keinen Bock auf Verzweiflung haben, hat eine spannende Ära begonnen – jetzt, wo die ganze Welt in Bewegung ist.

Keine Zeit für „keine Zeit“!

Wenn Sie da draußen keine Orientierung mehr für Ihre Entscheidungen finden, sind Sie auf sich selbst zurückgeworfen. Sie können fast nicht mehr anders, als über Ihren innere Kompass nachzudenken: Was ist IHNEN wichtig? Wo wollen SIE hin?

Und dann kommen Sie schnell auf die Frage, was Ihre Paradigmen sind. Was waren denn bisher die Überzeugungen, die Sie geleitet haben? Stimmen die noch? Oder ist es an der Zeit, dass Sie mit alten Glaubenssätzen brechen und neue Wege gehen? Alles wird möglich, wenn so vieles, was als selbstverständlich galt, bröckelt.

Klar brauchen Sie ein bisschen Zeit und Ruhe, um über sich und Ihren Kompass nachzudenken. Und wenn Ihnen sofort der Gedanken durch den Kopf schießt: ‚Geht nicht, dafür habe ich viel zu viel zu tun!‘, nehmen Sie es als Zeichen, dass es sogar ultradringend ist, dass Sie sich diese Zeit nehmen. Denn diese Überlastung kommt ja nicht von ungefähr.

Anders statt mehr

Überlastet sind Sie dann, wenn Sie versuchen, der Veränderung zu begegnen, indem Sie einfach immer mehr arbeiten. Und noch mehr. Und noch mehr. Selbst wenn die 24 Stunden des Tages nicht mehr reichen.

Spätestens dann sollten Ihre Alarmglocken schrillen! Sie brauchen nicht mehr von der alten Lösung, Sie brauchen andere Lösungen. Sie müssen sich selbst erlauben, kreativ zu werden.

Was ich beobachte, ist nämlich, dass tatsächlich viele Führungskräfte sich regelrecht verboten haben, kreativ zu sein. Denn etwas Neues zu tun, geht immer mit einem gewissen Risiko einher: Sie können nicht WISSEN, ob das Neue auf Anhieb funktioniert. Oh je, es könnte sich ja als Fehler herausstellen!

Und damit kommen wir zum springenden Punkt …

Werden Sie zum Schöpfer!

Solange alles in geordneten Bahnen läuft, gilt alles, was schief geht, als Fehler. Und gerade Führungskräfte wollten keine Fehler machen. Schließlich werden sie an ihren Resultaten gemessen.

Ich aber sage: Gerade weil sie an ihren Resultaten gemessen werden, MÜSSEN Führungskräfte heute neue, kreative Wege ausprobieren und zum Schöpfer werden. Es gibt keine geordneten Bahnen mehr, die alten Wege funktionieren nicht mehr. 

Jeder Schritt auf Neuland wird Ihnen wichtige Erkenntnis bringen, deshalb kann gar nichts schief gehen. Das eigentliche Neuland dabei ist nur Ihre Haltung: Sie gehen nicht mehr mit der Erwartung an Ihr Vorgehen heran, dass Sie nur durch Nachdenken auf die beste Lösung kommen müssen und jeder Versuch, der kein Volltreffer ist, ein Fehler ist. Ausprobieren, Überprüfen und mit dem, was Sie Neues erfahren haben, Weiterprobieren – das ist heute der einzige Weg zum Erfolg!

Und wer soll denn mit diesem kreativen Ansatz anfangen, wenn nicht Sie als Führungskraft? Trotz aller Veränderungen sind Sie es, der vorangeht. An dem sich Ihre Leute orientieren.

Wenn Ihr Team sieht, dass Sie Kreativität nicht nur dulden, sondern selbst leben, dass Sie gestalten statt zu verwalten, tun Sie das, was eine gute Führungskraft tun sollte: Sie sind der Schöpfer des Rahmens, in dem Ihre Mitarbeiter Resultate liefern können. Gute Resultate! Und da geht ohne Kreativität heute nichts mehr.

Freuen Sie sich mit mir auf kreative Zeiten!

Ihr Stefan Reutter

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