Was Greta kann – und was nicht

Achtsamkeit
Greta Thunberg, Zukunft, Klima, Klimaschutz

Achtung, hier kommt die Greta-Frage! 

Was halten Sie von der jungen Klimaaktivistin? 

Spätestens seit ihrer Wutrede vor der UN in New York kommt um diese Frage niemand mehr herum – und die Meinungen gehen dabei immer stärker auseinander. Die einen himmeln Greta Thunberg als neue Weltretterin an – und die anderen verfluchen sie als kleine Göre mit Milchmädchenrechnungen … 

Doch woran liegt das? 

Ölfilme beim Segeln

Ja, eigentlich müssten wir doch alle Greta dankbar sein! Denn das Mädel kämpft mit dem Umweltschutz für etwas, das für jeden Einzelnen von uns total wichtig ist. Als ich zum Beispiel zuletzt segeln war, wurde mir echt übel. Nicht weil ich so leicht seekrank werde, sondern weil ich sah, wie viel Plastik im Meer herumschwimmt und wie sich Ölfilme auf dem Wasser bilden. Das war schon ein Schock für mich und ich dachte viel über den Klimawandel nach. 

Und dennoch stört auch mich an den Auftritten von Greta Thunberg einiges …

Die Fanatismus-Falle 

Als ich ihre Rede so im Fernsehen sah, fiel mir gleich zu Beginn etwas an der Aktivistin auf, was bisher noch nicht der Fall war: ihr unglaublich verbissener Gesichtsausdruck. Für viele ein Zeichen der Wut – für mich hatte es fast schon etwas Fanatisches. Dann folgten ihre Worte „Wie konntet ihr es wagen, meine Träume und meine Kindheit zu stehlen mit euren leeren Worten?“ 

Egal, ob sie mit der Sache recht hat oder nicht, mit ihrer Rhetorik hat sie in meinen Augen fällig überzogen. Ich liebe es, wenn Menschen engagiert für eine Sache kämpfen. Aber wenn es fanatisch wird, dann kippt das. 

Nicht schwarz, nicht weiß

Etwas hinsichtlich dem Klimawandel ändern müssen? Ja. Engagiert sein? Natürlich. Doch mit dem Engagement übertreiben? Nein, denn genau dann wird es fanatisch. Und wenn wir fanatisch werden, haben wir eine Nulltoleranzgrenze – und dann werden wir schwarz-weiß-denkend. 

„Bist du für Greta?“

„Ja“

„Du Bio-Veganer-Gutmensch!“

Und das Spielchen geht auch andersherum:

„Wie findest du Greta?“

 „Scheiße!“

„Du Klimawandelleugner!“

Hallo? Gibt es nicht auch irgendeine Wahrheit dazwischen? 

Ohne Toleranz keine Zukunft

Sie dürfen sich engagiert für Ihre Sache und Ihre Meinung einsetzen. Das befürworte ich. Wir leben in einem Land der Demokratie und für mich heißt das, dass jeder seine Meinung haben darf und dafür auch streiten soll. Aber denken Sie immer daran, auch tolerant zu sein. Andere Denkweisen zu akzeptieren und nicht zu vernichten – ungewöhnlichen Standpunkte eben nicht abzuschmettern. Das ist für mich Toleranz! 

Und in diesem Punkt hat die junge Greta Thunberg mit ihrer Rede in New York bewiesen, dass auch sie noch einiges lernen muss. Genauso wie wir uns alle auch etwas von ihr abschauen können.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Eine gute Zusammenfassung!
Greta hat viel angestoßen, ich wünsche ihr, dass sie nicht verheizt wird., sich selbst nicht verliert.
Und ich wünsche mir, dass ihre Kritiker nicht vergessen, es ist ein 16-Jähriges Mädchen!

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