Wenn Sie sich nach dem Urlaub wie vor dem Urlaub fühlen

Eigenverantwortung
Urlaub, Stefan, Reutter, Erholung

Vielleicht gehören Sie zu den Glücklichen und hatten über Ostern gerade eine Woche Urlaub. Haben entspannt die Sonne im Liegestuhl genossen und jeden Tag ausgeschlafen. Nun sind Sie wieder top erholt und fit für die Arbeit, Ihr Akku ist aufgeladen und Sie bersten nur so vor Energie – Pustekuchen!

Erholt haben Sie sich gefühlt, bis Sie am Montagmorgen Ihr E-Mail-Postfach geöffnet und damit angefangen haben, alles aufzuarbeiten, was während Ihrer Abwesenheit liegen geblieben ist. War der Erholungsurlaub also ganz umsonst? Und wenn nicht im Urlaub, wie sollen Sie sich denn sonst erholen?

Gleich wieder im Arsch

Es ist schon krass: Sie haben alles für Ihren Urlaub vorbereitet, haben eine Abwesenheitsnotiz für Mail und Anrufbeantworter geplant, abgearbeitet, was noch zu tun war, und richtig Gas gegeben … alles für das schöne entspannte Gefühl, das Sie sich von Ihrem Urlaub erwartet hatten.

Die erhoffte Entspannung weg von der Arbeit blieb jedoch aus – und zurück im Geschäft ist Ihre Energie dann gleich wieder im Arsch.

Und wissen Sie, wieso?

Weil wir oft viel zu hohe Erwartungen an den Urlaub haben. Wir sehen Urlaub als Heilsbringer, nach dem alles wieder gut ist. Nach dem Urlaub sind wir wieder ausgeruht, entspannt, gut drauf, kreativ, produktiv … so zumindest die Vorstellung. Das klappt aber aus einem ganz bestimmten Grund nicht.

Un-Erholungsurlaub

Wir machen uns zu viel Druck, erhoffen uns zu viel von unserem Erholungsurlaub, der schnell in einen Un-Erholungsurlaub umschlägt.

Stattdessen sollte es uns gelingen, im Alltag eine gute Balance aus Produktivität und Freizeit, aus Aktivität und Sein herzustellen – mit oder ohne Urlaub.

Ist diese Balance erstmal hergestellt, müssen wir dem Urlaub auch nicht alles in die Schuhe schieben – und von ihm erwarten, einen durchweg erholten Menschen aus uns zu machen.

Um diese Balance herzustellen, sollten Sie drei Dinge beachten.

Drei Tipps für eine gute Balance

  • Glauben Sie nicht, dass viel Arbeiten bedeutet, Sie wären auch besonders produktiv. Das eine hat mit dem anderen nämlich nur bedingt etwas zu tun.
  • Setzen Sie sich einen Feierabend und halten Sie ihn ein. Sagen Sie sich ganz bewusst „Jetzt ist Schluss! Jetzt ist Freizeit!“
  • Vermischen Sie Arbeit und Freizeit nicht. Gerade als Freiberuflicher ist es oft schwer, sich selbst einen Feierabend zu setzen. Sie machen schließlich schöne Dinge, die Ihnen gut gefallen. Die Freude machen. Erholung ist aber doch etwas anderes …

Beherzigen Sie diese Tipps und Sie werden merken: Nicht nur Urlaub ist zur Erholung da. Durch eine gute Balance aus Arbeit und Entspannung müssen Sie nicht immer auf den nächsten Urlaub hinfiebern und von ihm erwarten, dass er all den Arbeitsstress mit einem Mal wieder ausradiert.

Stattdessen können Sie Ihren wohlverdienten Urlaub voll und ganz genießen – ohne den Druck, sich erholen zu müssen.

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Rainer Schlichtholz
8. Mai 2019 7:08

Unserer Krankheit schwer Geheimnis schwankt zwischen Übereilung und Versäumnis.

Im Urlaub, in belohnten Zeiten und alltäglich.

Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren

Menü